Wer gestaltet die KI? Algorithmische Steuerung von Arbeit als Thema gesetzlicher, betriebsverfassungsrechtlicher aber auch privatwirtschaftlicher Regulierung

Vortragende:Michael Bretschneider-Hagemes, Leiter des Sozialpartnerbüros der Arbeitnehmer in der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN)
Welf Schröter, Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB Baden-Württemberg
Semih Yalcin, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Takeaway Express GmbH (Lieferando)
Moderation:Jan-Paul Giertz, Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U), Hans-Böckler-Stiftung

Für viele Unternehmen ist algorithmische Steuerung von Arbeit ein hochattraktiver Ansatz zur Effizienzsteigerung und Profitmaximierung. Geschäftsmodelle – nicht nur in der Plattformökonomie – „rechnen“ mit dem maximal optimierten und schnell angepassten Personaleinsatz, um ökonomische Ziele zu erreichen. Dabei werden Daten gesammelt, einerseits um Arbeit zu verdichten und in letzter Konsequenz zu substituieren und anderseits um neue profitträchtige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Aber es geht nicht allein um Fragen wie Datenhoheit und Datenschutz, sondern auch um die wirksame Gestaltung der Funktionalität von sogenannter KI – im Sinne guter Arbeit. Wichtige Herausforderungen sind zudem der Wandel der Arbeitsprozesse und der Arbeitsorganisation. Die eingesetzten Systeme sind allerdings häufig Teil der jeweiligen Geschäftsmodelle und entsprechend intransparent. Die EU-KI-Verordnung wird hier einen gesetzlichen Rahmen schaffen der von privatwirtschaftlicher Normung „gerahmt“ wird. Welche Rolle kann die Mitbestimmung dabei spielen? Programmpartner*in: 1. Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U.), Hans-Böckler-Stiftung 2. Forum Soziale Technikgestaltung