Vorstellung des Forschungsverbundes „Ökonomie der Zukunft“

Aussteller: Forschungsförderung, Hans-Böckler-Stiftung

Digitale Plattformen verändern bereits seit Längerem das Angebot für individuelle Konsumenten (B2C) – als Intermediäre treten sie nun auch zwischen Angebot und Nachfrage in der industriellen Produktion (B2B). Neben der zentralen Schnittstelle, zu der sie auf Märkten werden, verändern sie auch Handelsbeziehungen. Welche Folgen haben diese Entwicklungen für Arbeit in der Industrie? Was bedeutet der verschärfte Konkurrenzdruck unter den Anbietern für einzelne Geschäftsmodelle und damit insbesondere deutsche Unternehmen?

Neben diesen Fragen zu den Auswirkungen von digitalen Plattformen auf Handelsbeziehungen und Wertschöpfung sieht sich der Forschungsverbund „Die Ökonomie der Zukunft“ weitere Treiber der Veränderung von Wertschöpfung an. Auch technische Innovationen fordern bestehende Geschäftsmodelle heraus und verändern Märkte, prominent ist hier das Beispiel der Automobilindustrie und die Umwälzung des Marktes durch Anbieter von Elektromobilität. Wertschöpfung verschiebt sich in diesem Zuge zuweilen zu ausländischen Wettbewerbern. Wie internationale Wettbewerber Märkte verändern provoziert wiederum die Frage danach, welche Folgen dies für Unternehmen und Beschäftigung in Deutschland hat.

Lieferausfälle als Folge der pandemischen Ausbreitung des Sars – Cov 2, Erregers, infolge von Naturkatastrophen oder Unglücken, wie dem Stranden der Ever Given im Suez Kanal, haben die Komplexität des internationalen Handels und gleichzeitig die Anfälligkeit globaler Lieferketten verdeutlicht. Neben dem Ruf nach einer stärkeren Resilienz in Lieferketten wurde auch die Forderung nach höheren sozialen Standards entlang der gesamten Lieferkette lauter. Zwar wurde ein Lieferkettengesetz verabschiedet, jedoch wie kann die Einhaltung sozialer Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette gefördert werden? Neben Einblicken in diese neuen Entwicklungen formulieren die Projekte in diesem Forschungsverbund auch Vorschläge für die wirtschafts-, innovations-, und industriepolitische Regulierung.

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Name: Christina Schildmann / Amanda Witkowski
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Webseite: https://www.boeckler.de/de/die-okonomie-der-zukunft-18476.htm